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Aufgrund der von Edward Snowden aufgedeckten Überwachungspraktiken des amerikanischen Geheimdienstes stellen sich viele Menschen vermehrt die Frage, wie sicher ihre Daten im Netz sind. Um möglichst wenig Spuren im Netz zu hinterlassen, fliehen viele Internetnutzer zu anderen Diensten, die ihnen mehr Sicherheit bieten können. Ein Beispiel ist der Kauf von dem Dienst WhatsApp durch das Soziale Netzwerk Facebook, aufgrund dessen viele Nutzer zu möglicherweise sichereren Messaging-Diensten wie beispielsweise Threema abwanderten (Romberg, Suchen, ohne gefunden zu werden, Süddeutsche.de, Beitrag v. 04.03.2014).

In den letzten Tagen stellte sich in Berlin eine anonymisierende Suchmaschine vor – Qwant.

Dieser französische Dienst zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass gerade keine persönlichen Daten gesammelt werden sollen. Ein jeder Nutzer soll das gleiche Suchergebnis erhalten, unabhängig davon, an welchem Ort er sich befindet oder welche Suchanfragen er bereits vorher eingegeben hat. Nach Aussage von Eric Leandri, dem Gründer, ist Qwant „ein Buchladen, in dem man stöbern und sich Anregungen holen kann“ (Romberg, Suchen, ohne gefunden zu werden, Süddeutsche.de, Beitrag v. 04.03.2014). Dabei sollen den Nutzern in verschiedenen Spalten Suchergebnisse zu unterschiedlichen Themenbereichen angezeigt werden. Mögliche Kategorien sind beispielsweise Standardergebnisse wie Einträge in Wikipedia, Nachrichten oder Beiträge in Sozialen Netzwerken. Daneben existiert der sog. „Qnowledge Graph“, der Informationen zu dem eingegebenen Suchbegriff anzeigt, um einen kurzen Überblick zu geben.

Eric Leandri bezeichnet Qwant nicht als klassische Suchmaschine, sondern als eine „Entdeckungsmaschine“, die den Nutzern das zeigen soll, was im Netz zu dem bestimmten Suchbegriff existiert (Romberg, Suchen, ohne gefunden zu werden, Süddeutsche.de, Beitrag v. 04.03.2014). Einen Anspruch auf Vollständigkeit wird Qwant aber nicht einhalten können.

Die anonymisierende Suchmaschine Qwant bietet möglicherweise die Sicherheit, die sich viele Menschen bei dem Umgang mit ihren Daten erwarten. Ob die Internetnutzer in Zukunft aber eher „qwanten“ statt „googeln“, bleibt abzuwarten.  

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