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Der EU-Ministerrat hat gestern, wie Heise online berichtete, das am 28. Februar 2008 von der Europäischen Kommission vorgeschlagene (IP/08/310) und vom Europäischen Parlament am 23. Oktober befürwortete (IP/08/1571) Projekt „Mehr Sicherheit im Internet“ angenommen.

Durch die dritte Auflage des „Safer Internet Program“ stehen für den Zeitraum von 2009 bis 2013 rund 55 Millionen Euro zur Verfügung. Damit soll „Kindern in einer immer komplexeren Online-Welt Schutz geboten werden und ihnen eine sichere Nutzung der Webdienste wie soziales Netzwerken, Blogging und Instant Messaging ermöglicht werden.“ Insbesondere soll das „Problembewusstsein in der Öffentlichkeit gesteigert“, „illegale Inhalte und schädigende Verhaltensweisen im Internet bekämpft“, ein „sichereres Online-Umfeld gefördert“ und eine „Wissensbasis aufgebaut“ werden.

Heutzutage tauchen Kinder sehr früh in die Welt des Internets und der Mobiltechnologien ein und sind bereits als Teenager oft völlig erfahrene Websurfer. Da ihnen diese Technologien beim Lernen helfen und neue Möglichkeiten bieten, um Kontakte mit anderen zu knüpfen, verwenden sie diese oft früher als ihre Eltern. Wir müssen sicherstellen, dass sie bei der Verwendung von Online- oder mobilen Diensten immer alle möglichen Risiken erkennen und wissen wie sie damit umgehen müssen. (Viviane Reding, für Informationsgesellschaft und Medien zuständige EU-Kommissiarin)

Die EU-Medienkommissiarin erklärte auch, sie freue sich darüber, dass das Parlament und der Rat dem Vorschlag der EU-Kommission so schnell zugestimmt hätten. Dies ermögliche es, auf die vollkommen natürlichen Sorgen der Eltern einzugehen und sicherzustellen, dass Kinder in Europa neue Technologien sicher erforschen könnten.

Durch die Neuauflage des Programms wird verstärkt gegen „Cyberbullying“ und „Cybergrooming“ vorgegangen. Unter „Cyberbullying“ versteht man agressive Angriffe und Einschüchterungsverusche und das Schikanieren unter Schülern im Internet. „Cybergrooming“ bezeichnet den Versuch von Erwachsenen, sich über das Netz an Kinder oder Jugendliche heranzumachen, vor allem in der Absicht des sexuellen Missbrauchs. Aktuell wird in der Kommission auch daran gearbeitet Cyberbullying und Cybergrooming in Europa einheitlich unter Strafe zu stellen. Bislang gibt es erst in zwei EU-Mitgliedstaaten entsprechende Gesetze.

Zum laufenden Programm „Mehr Sicherheit im Internet“ 2005-2008 siehe: IP/06/1512 und IP/08/207

Für weitere Informationen zum neuen Programm „Mehr Sicherheit im Internet“ 2009-2013 siehe auch: Rapid

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