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Wie der Internetriese Google gestern verkündet hat, wird sein umstrittener Fotodienst Street View im November in Deutschland starten. Zunächst werden nur Bilder aus den 20 größten Städten Deutschlands freigeschaltet. Nutzer können dann 360°-Ansichten von Straßenzügen etwa in Berlin, Hamburg oder München anklicken. Google hatte 2008 mit entsprechend ausgestatteten Autos öffentliche Straßen abgefahren und gefilmt. Die Bilder werden mit Googles Onlinekartendienst Maps verknüpft, sodass sich Nutzer etwa vor einer Reise über ihr Urlaubsziel erkundigen können. „Bereits jetzt rufen deutsche Nutzer täglich mehr als eine Million Mal Street-View-Panoramen auf“, so Raphael Leiteritz, Produktmanager für Google Maps.

Ab Montag will Google unter www.google.de/streetview vier Wochen lang ein Onlineformular bereitstellen, über das Mieter und Eigentümer Einspruch erheben können. Nutzer müssen dann unter anderem ihre Adresse nennen, sodass Google den Einspruch verifizieren kann.  Das Unternehmen nimmt auch weiterhin Briefe und Faxe entgegen.

„Meine Bedenken, das komplexe Widerspruchsverfahren so kurzfristig in Gang zu setzen, wurden leider nicht berücksichtigt“, beklagte Datenschützer Johannes Caspers. Zudem gebe es keine klare Leitlinie für den Umgang mit den Daten von Widerspruchsführern.
Bisher ist nur bekannt, dass Google auch nach der vierwöchigen Frist weiterhin Anträge aufnimmt, die sich auf Fotos außerhalb der bis dahin betroffenen 20 Städte beziehen. Die Fotos löscht Google dann allerdings nicht, betroffene Häuser oder Wohnungen sollen nur unkenntlich gemacht werden. Bereits jetzt macht das Unternehmen identifizierbare Gesichter und Kfz-Kennzeichen unkenntlich. Der Fotodienst ist derzeit in 23 Ländern verfügbar, darunter zwölf in Europa.
Quelle: www.ftd.de

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