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Der Büchersuchdienst Google Books wird nun um den Bestand der Bayerischen Staatsbiliothek in München bereichert. Google baut damit seine vorhandene digitale Bibliothek weiter mit Nicht-Englischer Literatur aus, indem gesamte Bibliotheksbestände Buch für Buch eingescannt werden.

Mit der heutigen Bekanntgabe öffnen wir unsere Bibliothek buchstäblich der ganzen Welt und bringen die wahre Bestimmung der Bibliotheken – nämlich die Entdeckung von Büchern und Wissen – einen entscheidenden Schritt auf dem Weg ins digitale Zeitalter voran.

So frohlockt nun Dr. Rolf Griebel, Generaldirektor der Bayerischen Staatsbibliothek. Vor kurzer Zeit noch war die Kritik groß an Google Books. Bibliotheken fürchteten um ihre Zukunft, Verlage um ihre Verwertungsrechte. Google Books hat jedoch auch Befürworter, wie Mary Sue Coleman, Präsidentin der Universiät Michigan, die darin einen wesentlichen Beitrag für die Wissenschaft sehen.

Google Books basiert nun auf zwei Säulen. Einmal bietet Google Books im Partnerprogramm Verlegern kostenlose Werbung an und zum anderen bindet es Bibliothekspartner ein. Urheberrechtsverletzungen durch die öffentliche Zugänglichmachung von Textpasagen werden dabei in Kauf genommen, solange bis der Autor oder Verlag Google Books die Genehmigung ausdrücklich verwehrt.

Dagegen wendet sich unter anderem die Klage amerikanische Autoreninnung in der Sache The Author’s Guild et al v. Google Inc., eingereicht am 20. September 2005. Die Innung wirft Google massive Urheberrechtsverstöße (Copyright Act, 17 U.S.C. § 101 fortfolgende) vor, indem Google die Werke einscannt und mit der Attraktion von Besuchern auf Google Books ihre Werbeeinnahmen erzielt.  Nachdem Microsoft seinen Büchersuchdienst im Mai 2008 aufgegeben hat, begegnet Google Books nun mithin keiner Konkurrenz mehr. Bis in der Klage der Autoren gegen Google eine Entscheidung ergeht, wird Google weiter Bücher einscannen, nun eben auch in Deutschland.

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