Apple antwortet auf Datenschutz-Anfrage des US-Kongresses

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Apple hat auf eine Datenschutzanfrage des US-Kongresses mit ungewöhnlicher Ausführlichkeit geantwortet. Zwei Mitglieder des amerikanischen Repräsentantenhauses hatten Ende Juni in einem offenen Brief an Steve Jobs Bedenken wegen der jüngsten Abänderung von Apples Datenschutzbedingungen geäußert und nachgefragt, wie Apple eigentlich genau die Positionsdaten der iPhone-Nutzer sammelt, auswertet, speichert und an Dritte weiterleitet. Die Antwort: Apple sammelt die Standortdaten über alle iPhones, über Macs mit 10.6 und PCs mit Safari 5. Wer den Lokalisierungsdienst nutzt, sammelt damit für Apple Positionsdaten von WLAN-Netzen, deren Standort man zu Ortung nutzen kann. Diese Daten werden anonym übertragen und auch beispielsweise der Name der umliegenden WLAN-Netze (SSID) werde nicht gespeichert. Die Übertragung passiere, wenn der Nutzer sich ortet oder teilweise auch automatisch, so Apple.

Laut Apples Antwort gebe das Unternehmen Daten an Dritte nur nach ausdrücklicher Zustimmung der Kunden weiter. Außerdem würden die geografischen Daten für ortabhängige Apps wie Twitter oder iAds nur so ausgewertet, dass kein Anwender identifiziert werden könne. Zum Beispiel sammle iAd, die Werbeplattform in iOS 4, zwar die Längen- und Breitengrade des mobilen Gerätes, speichere sie aber nur verschlüsselt als fünfstelligen Code ab, der weder Informationen über das Gerät selbst oder gar den Besitzer enthalte. Der Code werde außerdem nie an Werbekunden weitergeleitet.

Apple betont, dass die geänderten Datenschutzbedingungen absichtlich in iTunes eingebunden wurden, um alle Anwender darauf aufmerksam zu machen. Apple werde die gesammelten Daten der jeweils letzten sechs Monate „zur Verbesserung von iAd“ auswerten und dann „nur für administrative Zwecke“ speichern. Nutzer müssten sich bei Drittanbietern wie App-Entwicklern selbst über die Datenschutzbedingungen beispielsweise bei Ortungsdiensten informieren. Wer diesen Bedingungen nicht zustimme, könne die Ortungsdienste einfach deaktivieren.

Quelle: www.macwelt.de

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