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eDiscovery ist ein Verfahren, bei dem die Parteien des Zivilrechtsstreits Beweise sammeln noch bevor das Gerichtsverfahren beginnt. Es handelt sich mithin um eine Art Ausforschungsbeweisverfahren, bei dem es den Parteien im US-amerikanischen Zivilprozess ermöglicht wird, Einblicke in die elektronische Datensammlung des Gegners zu erhalten.

Wird die Einsichtnahme in die verlangten Daten ohne legitimen Grund verweigert, so drohen Nachteile im Prozess oder drastische Geldstrafen. Deutsche Unternehmen können sich diesem Problem nicht verschließen, da sie sowohl als Partei oder als Dritte von einer eDiscovery betroffen sein können.

Um einer Verletzung des deutschen Datenschutzrechts bei einer Herausgabe von Daten entgegenzuwirken, bedarf es besonderer Vorkehrung im IT-Management und im Bereich der IT-Sicherheit. So kann zum einen die Herausgabepflicht leichter erfüllt werden und zum anderen  der Umfang und die Brisanz der Daten eingegrenzt werden. Neben den rechtlichen Risiken birgt eine eDiscovery für das betroffene Unternehmen auch ein immenses wirtschaftliches Risiko, da die Kosten für ein solches Verfahren leicht sechs- oder siebenstellige Beträge erreichen können. Daher gilt es Vorsorge zu treffen.

Für nähere Informationen über das Verfahren und die Vorkehrungen, die in einem Unternehmen getroffen werden können, lesen Sie jurisAnwZert 7/2008, Anm. 3, Höhne.

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